• Nina backt's

Roggenbrot mit Altbrotbrühstück

Aktualisiert: 26. Juni 2019

Seit 40 Jahren meint es das Christkind gut mit mir. Und auch bei meinen Kindern lässt es sich nicht lumpen. Legt der Mutter gar zwei großartige Backbücher von Lutz Geißler unter den Baum und den Kindern ... ja, den Kindern, eine ganze Menge. Sachen zum Spielen und auch "Sinnvolles". Da hat nur das Sandwichkind kurz an der Krise geknabbert, hat sich aber dann mit der Nerf sämtlichen Frust von der Seele und sich hinein in die Idylle geballert. Was alles geht, in der stillsten Nacht des Jahres.

"Sinnvolles" also gab's auch für den Sandwich und das hatte er sich eigentlich selbst zuzuschreiben, zuviel durfte ich aber da nicht drauf herumreiten, sonst wäre ich die Hauptverdächtige gewesen und nicht das Christkind. Unser Zweitgeborene ist nämlich Weltmeister im Indoor-Turnen und Kopfstände-an-jede-Wand-des-Hauses-Machen und im Über-die-Garnitur-Purzeln sowieso ... und wenn der Mutter dann fast die Hutschnur reißt, wirft sie gerne ein "Mach was Sinnvolles" hinter den Purzelbaum hinterher. Der Purzelbaum wirft dann meist ein "Dann geh' ich lieber ins Zimmer" zurück und purzelt oben weiter. Irgendwo in dieser Szene will die Mutter also künftig einhaken und dem Zweitgeborenen ein attraktives sinnvolles Angebot zur Flugrolle im Esszimmer machen. Und da hat sich das Christkind gedacht, na bitte, Bügelperlen im Superhelden-Look gefallen dem Auf-den-ersten-Blick-blonden-Engel bestimmt. Leider, Christkind, der Zweitgeborene macht das Packerl auf und die Tränen schießen, ähnlich der späteren Nerf-Patronen, durchs Wohnzimmer ... "Das Christkind glaubt ich bin ein Baby!" Ja, so kann's gehen ... geniale Einfälle, werden oft nicht so wertgeschätzt, wie man es ihnen schuldig wäre. Ich werde trotzdem probieren, sie an den Mann zu bringen, haben ja eh noch ein Baby im Haus und das findet alles Kleinzeug, das sich wunderbar im ganzen Haus verstreuen lässt, gang, ganz großartig!

Also danke für all die lieben Packerl und ganz besonders für die gemeinsame Zeit! Schön ist das mit Oma, Opa und Onki und den vielen braven Kindern, die man viel mehr liebt, als sie selbst gemeinsam nerven können. Anders würd' man's nicht haben wollen!


Und da es zu Weihnachten von einer Jause zur nächsten geht, findet sich auch das neue Backbuch ganz wunderbar in unsere Runde ein. Es wird ein großer Roggenlaib und einer für liebe Freunde, mit denen wir gleich noch weiterfeiern. DIY Brotlaibe geben nämlich auch als Geschenk beste Figur ab und wenn dann noch Roggen drinnen ist, bleibt auch die Figur der Genießer in Form - zwei Fliegen auf einen Schlag quasi.


Untenstehendes Rezept reicht für einen großen Laib - ich hab das Rezept für meinen Bedarf verdoppelt ...


Sauerteig

140 g Roggenvollmehl

150 g Waldstaudenroggenvollmehl

60 g Anstellgut vom Roggensauerteig

325 g Wasser (sehr warm)

6 g Salz

... alle Zutaten vermischen und für ca. 20 Stunden, bei uns über Nacht, bei Raumptemperatur rasten lassen


Brühstück

50 g Altbrotbrösel mit

7 g Salz und

100 g heißem Wasser überbrühen und bei Raumptemperatur agedeckt bis zur Verwendung lagern


Hauptteig

Brühstück &

Sauerteig &

325 g Roggenmehl 960

50 g Wasser gut warm

7 g frische Hefe


Alle Zutaten aus den Vorstufen und aus dem Hauptteig zu einer homogenen Masse vermischen und rund 10 Minuten langsam kneten. Eine Stockgare von rund 1 Stunde in der abgedeckten Schüssel schließt sich an. Danach mit Bedacht - der Teig ist weich und klebend - aufarbeiten (rund oder lang) und in den gut bemehlten Gärkorb setzen. Eine weitere Stunde rasten lassen. Auf das vorgeheizte Blech oder den gut vorgeheizten Backstein setzen, einschneiden, schwaden (bedampfen) und bei 250 °C ca. 10 Minuten backen, dann 210 °C Ober-/Unterhitze reduzieren, Schwaden ablassen, und weiter bei fallender Temperatur auf 180 °C in Summe rund 50 Minuten ausbacken. Auf einem Rost gut auskühlen lassen.






51 Ansichten
  • Schwarz Pinterest Icon
  • Grey Facebook Icon
  • Grey Instagram Icon

© 2018 ninabackt's.at | Impressum | AGB | Datenschutz