• Nina backt's

Pasta della Casa

Wir nehmen Abschied von der Erinnerung des letzten Frühlings, die wir gehofft hatten schon so bald auffrischen zu können ... auf den Radausflug zum Loibnerhof der Familie Knoll werden wir wohl noch etwas länger warten müssen.

Letztes Jahr hatten wir damit quasi die Wonnezeit des Jahres eingeläutet. Im wunderbaren Garten unter den Apfelbäumen hatte das Leben immer eine besondere Leichtigkeit. Und wenn dann nach dem Gervais mit Schmidl Laberl - da machten wir von Nina backt’s eine Ausnahme - auch noch die hausgemachten Nudeln serviert wurden, waren alle glücklich.

Es war nun an der Zeit ein wenig vom Glück in die eigene Stube hineinzutragen. Und nachdem erstens „Pasta della Casa Nuhr“ ohnehin schon länger auf meiner Bucketlist standen und zweitens unsere Kinder ohnehin bei jedem Mittagstisch nach Nudeln verlangten, googelte die Mutter also „Nudelteig selbermachen“ und drückte den Suchergebnissen ihren ganz persönlichen Weil-ein-bissl-xunder-muss‘-schon-sein-Stempel auf. Am Vollkorn kommt mir zu Hause keiner vorbei, so herrlich in breite Bandnudeln verpackt, nehmen wir das ganze Korn aber mit Vergnügen. Ob ich mir mit diesem Küchenexperiment aber einen Gefallen getan habe, das sei dahin gestellt. Die Kinder waren geplättet und überschlugen sich in „Mama, die sind sooo gut! Die musst du ab jetzt immer machen!“, womit wir auch schon beim Punkt wären. Denn so großartig die hausgemachten Nudeln auch schmecken, so sehr machen sie aus der sauberen Hütte auch ein echtes Schlachtfeld ... insbesondere wenn dann noch drei Kinder all ihre Hände, sprich sechs, mit im Spiel haben. Klare Nachmachempfehlung daher mal nur für Singles und Paare, aber auch - und jetzt kommt’s - für Großfamilien in Zeiten wie diesen, die je nach produzierter Menge, sinnvolle stundenfüllende Freizeitaktivitäten suchen. Auch so kann Familienzeit gehen ...


Rezept ausreichend als Beilage für 4 - 5 Personen:

250 g Durum Nudelgrieß (fein gemahlener Hartweizengrieß)

150 g Weizenmehl Type 550 oder 700 (was ihr zu Hause habt)

150 g Weizenvollmehl

2 ganze Eier mit Wasser auf in Summe 280 g Schüttflüssigkeit aufgießen und zu den restlichen Zutaten hinzufügen (solltet ihr nur fein vermahlenes Mehl verwenden, dann die Schüttflüssigkeitsmenge auf 250 g reduzieren)


Alle Zutaten in einer Schüssel mit den Knethaken des Mixers solange vermengen, bis eine Teigkugel entsteht, dann händisch ca. 5 - 10 Minuten weiterkneten. Dabei die Kugel etwas auseinanderziehen und mit dem Handballen wieder zurück zum Teig schlagen und festdrücken. Dann den Teig zu einer Kugel formen und, in Frischhaltefolie gewickelt, im Kühlschrank 30 - 60 Minuten ruhen lassen. Die Arbeitsfläche dann gut bemehlen. Ich habe Roggenvorschussmehl Type 500 verwendet, da dieses viel Flüssigkeit bindet, ihr könnt aber auch Roggenmehl Type 960 oder zur Not Weizenmehl verwenden. Die Teigkugel vierteln und jedes Viertel nacheinander aufarbeiten. Dazu die Teigkugel zu einer wirklich dünnen und von beiden Seiten stets bemehlten Platte mit dem Nudelholz ausrollen und anschließend, wie gewünscht, mit dem Messer oder dem Pizzarad, zurecht schneiden. Die einzelnen Nudeln in einer Schüssel mit Roggenmehl (Type 500 oder 960) händisch durchmischen und Nudelnester auf einem Brett absetzen. Ich habe dieses Brett dann immer zwischenzeitlich in den Tiefkühlschrank gestellt und den nächsten Teigteil aufgearbeitet, um zu verhindern, dass die Nudelnester zusammenkleben. Nachdem die Nester gefroren sind, könnt ihr sie einfach in einem Plastiksack in der TK-Truhe aufbewahren. Bei der Zubereitung darauf achten, dass die Nudeln ins kochende, gesalzene Wasser kommen und ständig durchgerührt werden, damit sich die Nester wieder lösen können und nicht ankleben oder aneinander kleben. Ca. 8 Minuten in Summe kochen, in Butter oder Olivenöl schwenken und genießen!

Nachtrag ... überlege in einen Pastaständer zu investieren, dann ist die Sache mit dem Zusammenkleben auch kein Thema mehr.



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