• Nina backt's

Ist denn schon Fasching? - Krapfen aus dem Backofen

Aktualisiert: 21. Dez 2018

Vier Freundinnen, zehn Kinder, Cafénachmittag bei uns zu Hause ... wenn das nicht Karneval ist, dann weiß ich nicht. Passende Süßspeise ist schnell gefunden: Krapfen ... und weil meine Person und Fritteuse sich ähnlich gut vertragen, wie Wasser und Öl, gibt's Krapfen aus dem Backofen.

Auf diversen Blogs habe ich verschiedene Rezepte entdeckt, allen ist aber gemein, dass sie mit einer Menge Hefe gebacken werden. Mein Auftrag daher, Variante über Nacht mit wenig Hefe und ein wenig Unterstützung seitens aufgefrischten Anstellguts. Hat den Vorteil, dass das Gebäck, unsere Krapfen in dem Fall, besser verträglich sind, weniger hefelastig schmecken und noch aromatischer werden. Ach ja, Dinkelvollmehl packe ich auch noch in die Kugel ... so ein tolles Versteck, bleibt bestimmt unentdeckt ;-)


Gefüllt wird der Großteil mit Opas Marillenmarmelade, der als Entschädigung dann auch ein paar Mini-Krapfen abstaubt. Ein paar bleiben ungefüllt und werden dafür doppelt abgezuckert ... Sandwichkind möchte ja auch mitschmausen und Marmelade und Sandwichkind geht nicht zusammen, hat die Marmelade ja irgendwo im Stammbaum die Marille stehen, sprich Obst.


Ende gut, alles gut, die Krapfen aus dem Backofen schmecken herrlich und machen im Advent schon Freude auf die erste Faschingsparty ... bitte, darf ich als Prinzessin gehen? :-)


Rezept für ca. 16 Stück zu je ca. 60g Teiglinge

350 g Weizenmehl Type 700

100 g Dinkelvollmehl

90 g Zucker

15 g frische Hefe

225 g lauwarme Milch

50 g weiche Butter

2 Eigelbe

20 g aufgefrischtes Anstellgut

eventuell Zesten einer halben Zitrone

1 Prise Salz

etwa 150 g Marmelade zum Füllen

3 Esslöffel flüssige Butter zum Abstreichen

50 g Staubzucker zum Bestreuen



Alle Zutaten, bis auf die Butter, auf langsamster Stufe ca. 3 Minuten mischen, danach die Butter in kleinen Stücken beigeben und weitere 5 Minuten auf der nächsthöheren Stufe von der Maschine kneten lassen. Der Teig löst sich fast vollständig vom Schüsselboden. Den Teig mit Plastikhaube rund 12 Stunden, z.B.: über Nacht, im Kühlschrank rasten lassen. (Meiner hatte 18 Stunden am Buckel und war ebenso perfekt).

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, gleich in 16 Teile zu ungefähr 60 g abwiegen und zu Kugeln schleifen. Kühl lässt sich der Teig wunderbar arbeiten. Die Teiglinge mit genügend Abstand zueinander auf ein Backpapier setzen (2 Bleche zu je 8 Teiglinge) und abgedeckt 2 Stunden zur weiteren Gare stellen. Die Teiglinge sollen sich mindestens verdoppeln und werden bei Vollgare gebacken, da sie ja im Rohr nicht reißen sollen.

Das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen und beide Bleche auf der oberen und unteren Schiene ca. 15 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und die Krapfen, sobald sie aus dem Backrohr kommen, mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Danach füllen und noch warm mit Staubzucker bestreuen.


Bilderfolge zeigt, wie sich die Teiglinge innerhalb von rund 2 Stunden Rastzeit ausdehnen ... und im Rohr nochmals ordentlich Ofentrieb entwickeln. Abgezuckert dürfen sie dann noch am Gitter auskühlen.



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